Unterricht an Hauptschulen

Berechnungsgrundlagen der Lehrer*innenversorgung passen nicht zur Realität

Hauptschulen werden aufgelöst oder immer kleiner. Zugleich wächst die Zahl der Schüler*innen, die dort aufgenommen, unterrichtet und gefördert werden müssen. Geflüchtete und zugewanderte Kinder und Jugendliche besuchen zu großen Teilen Hauptschulen in NRW.
Unterricht an Hauptschulen

Foto: Friedberg/fotolia.de

Erforderlich sind kleine Klassen und das dafür notwendige Lehrpersonal. Seit Jahren beträgt die Unterversorgung mit Lehrkräften mehr als 14 Prozent. Die Berechnungsgrößen für die Lehrerversorgung müssen auf die schulischen Realitäten abgestimmt werden.

Berechnung der Lehrerversorgung ist realitätsfern

Die derzeitige Berechnungsgrundlage für die Lehrerversorgung im Hauptschulbereich ist dermaßen von der breiten Realität entfernt, dass sich die Frage aufdrängt, wie viel Unterricht Hauptschüler*innen überhaupt noch bekommen können beziehungsweise dürfen. Jeder Anspruch auf individuelle Förderung, auf das Ausgleichen von mangelnden Chancen ist de facto schon verwirkt, wenn nicht einmal die Basis, der Unterricht nach Stundentafel, hinreichend ist.